Philippinen – Insel MindoroSchon lange wollten wir mal wieder einen richtig guten Tauchurlaub machen. Befreundete Taucher aus dem WLT (Reiseveranstalter TSL!) hatten uns die Insel Mindoro/Sabang empfohlen. Der Reisepreis war mehr als fair und so sind wir sehr komfortabel mit der Quatar Airline über Doha nach Manila gereist. Wenn Fliegen zum Erlebnis wird ... In der Tat bietet die Airline einiges: viel Platz im Beinbereich, ein höhenverstellbares Fußbänkchen, 93 Filme anwählbar mit eigener Fernbedienung, daneben einige Videospiele und viele Musiksender. Sämtliche alkoholischen Getränke (wer’s denn braucht!) sind neben einem sehr schmackhaften und reichhaltigen Boardmenü im Preis enthalten. Hapern tut’s für uns Taucher am limitierten Gepäck. 10 kg freies Tauchgepäck ist natürlich ein schlechter Scherz und für Fotografen ein noch viel schlechterer! So wollte man auf der Heimreise am Flughafen Manila 650 Dollar von uns wegen Übergepäck. Gunter hat dann bis zum Fluggesellschafts-Niederlassungsleiter alle Leute rund gemacht und nach einer 1-stündigen Diskussion wurde uns das Geld erlassen und wir konnten endlich einchecken. Der nächste Negativpunkt der Reise ist der lange Transfer. Von Haustür zu Haustür sind es dann doch über 30 Stunden und das hat es in sich.
Die 120 km Taxifahrt vom Flughafen nach Batangas durch einen sehr komfortablen privaten Transfer (Taxi) hat knapp 5 Stunden gedauert. Manila ist riesig und es dauert ewig lang, diese beeindruckende Stadt zu durchqueren. Armut und Reichtum geben sich die Hand. Fassungslos habe ich am Fenster gehockt und war tief getroffen über das Gesehene. Mit einer Banka-Fähre haben wir dann auf die Insel Mindoro übergesetzt.
Entlohnt für die Strapazen der Anreise wurden wir am nächsten Tag mit Tauchgängen, die alles bisher gesehene überstrahlten. Schnecken, Kreaturen, Fischschwärme, unzählige Haarsterne und tolle Rifflandschaften ließen das Tauchen zum Erlebnis werden. Am Sabang Hausriff gibt es gleich 3 Wracks (angefangen bei 24 Meter), dann gehts weiter hoch über diverse Korallenformationen, über eine Seegraswiese und im Flachwasserbereich zum Austauchen eine riesige Sandbank, auf der das Leben tobt. Vorsicht! Nicht mit der Hand im Sand abstützen, man weiß nie, was dort vergraben ist. Überall schauen Dich Augen aus dem Sand an. Hier ein flinker Pegasus, dort ein Himmelsgucker, dann wieder ein Geisterpfeiffenfisch - man weiß nicht, wo man hinschauen soll! Bei 40 Tauchgängen haben wir beide unzählige Fotos mitgebracht. Die gilt es nun auszusortieren und entsprechend aufzubereiten.
Gewohnt haben wir im Sabang Inn. Der Divemaster Cenon hat alle bisherigen Guides in den Schatten gestellt. Jeder Tauchgang wird im Sabang Inn geguided, was das Tauchen noch erlebnisreicher macht. „Heute möchten wir bitte eine Colemancrabb sehen“ ... kein Problem, abgetaucht, umgeschaut, bitte hier wohnt sie auf dem Seestern. Cenon hat alle unsere Wünsche rund ums Fotografieren erfüllt, nein ich würde sagen übertroffen. Ihm gilt mein tiefer Dank für unvergessliche Momente. Die Crew ist sehr bemüht und liest einem jeden Wunsch von den Augen ab. Lediglich Kamera, Computer und Blei sind morgens selbst zum Boot, das unmittelbar vor der Basis anlegt, mitzunehmen. Rest übernimmt die Crew. Man taucht so oft, wie man möchte. Die Divespots liegen vor der Haustüre. Längster Transfer waren mit dem Boot 15 Minuten. Sogar beim Hausrifftauchen am späten Nachmittag erhält man einen bequemen Bootstransfer, der natürlich im Preis inbegriffen ist.
Meine Empfehlung: nix, wie hin! Wer Interesse hat, hier die Links:
www.sabang-inn.com/deutsch/beach_resortwww.taucher-reisen.de/reiseziel-philippinenSandra Daniel
Beitrag geändert von: Nautico, am: 2007/08/21 16:16